Humus- und Nährstoffrückgewinnung aus menschlichen Ausscheidungen, mit Florian Aurel Augustin

 
Sonntag 12Uhr im Chemieraum 010 A der Gewerbeschule am Eschholzpark
 

Fruchtbarer Boden ist eine schwindende Ressource. Für die meisten Menschen, die heute in Städten leben, ist dies noch kein sichtbares, spürbares Problem. Synthetische Dünger und günstige Transportmöglichkeiten auf Kosten fossiler Energieträger sorgen noch dafür, dass unsere Supermärkte überquellen mit Lebensmitteln. Menschliche Auscheidungen in einen landwirtschaftlichen Kreislauf zu bringen, ist in der westlichen Kultur tabuisiert – doch geht es hierbei um unsere Existenzgrundlage: den Kreislauf von überlebensnotwendigen Nährstoffen und den Erhalt von Bodenfruchtbarkeit.

Seit nun einem Jahrhundert bringen wir Menschen Energie auf, um Nährstoffe künstlich Herzustellen oder aus Bergwerken zu extrahieren. Konsumieren und scheiden diese in eigenltich nutzbarer Form wieder aus. Bringen dann aber wieder enorme Enerige auf, um sie in Klärwerken zu vernichten.
Die Energie der Herstellung und der Entsorgung bräuchten wir nicht aufbringen, wenn wir den Spieß umdrehen und aus unseren Ausscheidungen eine Resource erschaffen – fruchtbaren Boden.

Florian Augustin ist mitgründer der Freiburger Firma Ö-Klo und beschäftigt sich seit 5 Jahren wissenschaftlich und praxisorientiert mit produktiven Sanitärsystemen. Der Vortrag beleuchtet die Problematik der heutigen Linearwirtschaft und präsentiert Alternativen, die auch während des gesamten Agrikultur Festivals hautnah auf den mobilen Ö-Klo Komposttoiletten erlebbar werden.

 

 

 

 

 

Vortrag und Verkostung “Leaf to Root” am Sa 18:00 AgriKultur Festival Eschholzpark Freiburg

Karottenkraut, Radieschenblatt, Melonenschale & Co. – Esther Kern, Co-Autorin vom Buch «Leaf to Root», gibt Einblick in die Welt vom Gemüse und zeigt, wie es von Blatt bis Wurzel verkocht wird. Sie erzählt, was Spitzenköche aus speziellen Gemüseteilen zubereiten, wie Bohnenblatt, Maisspindel oder Kürbistriebe in anderen Ländern traditionell gekocht werden oder wie man diese früher, in alten Kochbüchern, verwendete. Und: Natürlich wird das eine oder andere Gemüseteil verkostet. Der Vortrag von Esther Kern, Food-Journalistin und Autorin aus Zürich, inspiriert, Gemüse mit ganz neuen Augen zu betrachten.

Buchinfo: «Leaf to Root – Gemüse essen vom Blatt bis zur Wurzel», Esther Kern, Sylvan Müller, Pascal Haag, AT Verlag, 49.90 Euro, www.leaf-to-root.com, www.estherkern.ch

L’Atelier Paysan – Landwirtschaftliche Technologie in Bauernhand

Samstag, 22 Juli auf dem Agrikulturfestival im Escholzpark mit Stand, 19 Uhr beim Vortrag “Technik für Agrarökologie”
L'Atelier Paysan“L’Atelier Paysan” ist ein Kollektiv von Bauern und Bäuerinnen, LandarbeiterInnen und Strukturen der landwirtschaftlichen Entwicklung.
Die Idee ist es, die Kontrolle über landwirtschaftliche Technologie und bäuerliches Know-How wieder zu erlangen, um zugängliche, angepasste und reproduzierbare Geräte für die Bio-Landwirtschaft zu entwickeln.
Konkret: Sie besuchen innovative Höfe und sprechen mit PraktikerInnen die sich selbst Maschinen bauen. Durch diesen Austausch und Schwarmintelligenz werden Geräte weiter entwickelt und auch neu entworfen. Die exakten Pläne werden dann durch Workshops und Publikationen mit einer Creative Commons* Lizens (frei kopierbar und veränderbar) verbreitet.
Für diese Initiative, sind bäuerliche Fähigkeiten und Kenntnisse ein Gemeingut. Durch ihre Arbeit fördert das Kollektiv die Entstehung von vielen bäuerlichen Projekten mit geringen Investitionskosten und autonomer Technologie.

Workshop mit 3 Mitgliedern von L’Atelier Paysan.

Neuer Report: Access to Land and Community Supported Agriculture

Ein neuer Report wurde gerade veröffentlicht: Access to Land and Community Supported Agriculture, er beleuchtet (auf Englisch) die Bedeutung von Land und Landzugang für solidarische Landwirtschaft, die Herausforderungen und Lösungs-Wege.

http://www.accesstoland.eu/Access-to-land-and-Community-Supported-Agriculture

Was ist solidarische Landwirtschaft? Was tut sich diesbezüglich in Europa? Dazu lohnt ein Blick in den “European Community Supported Agriculture Overview” – kann hier herunter geladen werden: http://www.agronauten.net/european-csa-overview/