Ein Interview mit znüni – das Müsli Projekt

   Heute haben wir mit Hanna von znüni, Freiburgs Müsli Foodtruck gesprochen. Hanna und ihre Mitbegründerin Andrea bieten seit Oktober letzten Jahres ihre leckeren Müslis, Smoothies, Salate und kleine vegane Leckereien im selbst ausgebauten Foodtruck an. znüni, aus dem alemannischen ‘zu Neun’ verkörpert die erste Pause bzw. das zweite leichte Frühstück am Tag. Sie haben znüni als das Müsli Projekt gestartet, um auszuprobieren wie ein Start-up gestaltet werden kann. Bei znüni läuft alles in eigener Regie vom Foodtruck Ausbau bis hin zu ihren ausgefallenen Müslikreationen.

“Wir wollen was leichtes, gesundes, und vor allem regionales und saisonales auf die Straße bringen, was zudem unglaublich lecker ist”, so Hanna.

Upcycling aus alt wird neu : der selbst ausgebaute und bemalte znüni Foodtruck.

Schon im letzten Jahr wollte znüni als Müsli Projekt am Agrikultur Festival teilnehmen. Dank der Eröffnung im vergangenen Oktober können wir uns dankbar schätzen sie dieses Jahr mit dabei zu haben. Das gesamte Festival werden sie mit ihrem Foodtruck alle Hungrigen und Interessierten mit Müslis, Smoothies, Salaten und den kleinen Kraftpaketen von makea vegaani, überzeugen.
Der Kontakt zum Agrikultur Festival besteht bereits seit langem. znüni verkörpert viele Ideale, die Agrikultur versucht zu vermitteln und zu stärken. znüni setzt auf hohe Qualität. Die zurzeit noch nicht Bio zertifizierten Produkte sind alle in Bio-Qualität. Wichtig ist ihnen der Kontakt zu den Produzenten und den Lieferanten. Authentisch sollen sie sein und im besten Fall auch genauso viel Spaß dabei haben wie das Team von znüni selbst.
Zu einem engen Partner gehört unter anderem der Obsthof Siegel bei dem die Mädels von znüni Stunden in den schönen Apfelplantagen verbringen könnten. Der Hof arbeitet auf Demeter Qualität und scheint mit seiner Authentizität zu punkten.

Hanna im „Apfelparadies“ auf dem Obsthof Siegel.

Am Dienstag, den 4.7. gibt es bei den AgriKultur Wochen um 16 Uhr die Veranstaltung: “Richtig Rechnen”. Dabei geht es um die ökologisch-ökonomische Wende durch eine Anerkennung der Leistungen von Bäuerinnen und Bauern für die Gesellschaft. Auch znüni ist dieses Thema wichtig. Sie versuchen eine hohe regionale ökologische Qualität zu erreichen und dabei ihre Preise konsumenten- und produzenten-freundlich zu gestalten.
Damit werden regionale Strukturen und Bauern wie der Obsthof Siegel unterstützt. Hanna und Andrea setzen auf Regionalität und auch das verkörpert znüni mit Bravour. Für die passende Auswahl ihrer Produzenten und Lieferanten haben sich znüni zu Beginn Zeit genommen und es kommen immer noch tolle weiter CSA Projekte dazu, die sie gerne unterstützen wollen. Ein paar Exoten wie Bananen und Mangos gibt es dann doch im Truck, hier ist ihnen neben der Qualität besonders wichtig, dass diese fair gehandelt sind. Untertandem bezieht znüni seine Cashews von Cashew 4 U.

Zurzeit steht der Truck jeden Donnerstag von 10 Uhr bis ca. 14 Uhr vor dem Kuca Café an der Pädagogischen Hochschule in Littenweiler. Zukünftige Standorte und Veranstaltungen kann man auf ihrer Homepage oder unter Facebook verfolgen.

znüni Foodtruck auf dem Bromberghoffest
Auf die Frage nach Wünschen für die Zukunft antwortete Hanna: ”dass sie sich wünscht, dass znüni als Marke angenommen wird und sie mit ihren gesunden regionalen und saisonalen leckeren Produkten auch zu einer besseren Ernährung beitragen können.” Im Allgemeinen wünscht sie sich mehr Unterstützung und Förderung für CSA Projekte und Foodcoop Initiativen und ist der Meinung, dass Regionalität mehr Beachtung bekommen sollte.
Hanna sieht das AgriKultur Festival als “Plattform, um Aufklärung zu betreiben, zu bilden, informieren und besonders auch die jüngere Generation aufzuklären”. Durch den Austausch auf dem Festival verspricht sich Hanna eine stärkere Verknüpfung des regionalen Netzwerks und sieht ein hohes Potential für neue Ideen.
Dann bleibt ja nur zu hoffen, dass viele hungrige AgriKulturler am Festival den Weg zu euch, znüni finden!
Lieben Dank an znüni und Hanna für das schöne Gespräch. Wir freuen uns, dass ihr uns beim AgriKultur Festival unterstützt!

Wann: AgriKultur Festival 2017
Wo: Eschholzpark
Zeit: das gesamte Festival
Was: Müsli, Smoothies, Salate, Hausgemachte Limo, Cold Brew und Makea Vegaani – die kleinen Kraftpaketen

 

Links:
http://www.znuni.de/
https://www.facebook.com/muesliprojekt/
https://www.makea-vegaani.de/
https://www.facebook.com/makeavegaani/

Weitere Bilder

Andrea auf dem Food & Drink Festival

Herzhaftes

Kleine vegane Leckereien

 

 

 

 

 

Vortrag zum Thema “ Tod in Vertrauter Umgebung” mit Moriz Vohrer und Thomas Mayer am Samstag, 22. Juli 2017 14 Uhr

RAUM ist ausgeschildert am Infozelt und in der E Stein Schule

Gibt es eigentlich noch Menschen, die sich NICHT fragen woher eigentlich ihr Fleisch kommt – geschweige denn wo das Tier gelebt hat oder WIE ES GESCHLACHTET WURDE? Mit diesen Fragen setzen sich Cowfunding Freiburg und der Verein Schlachtung-mit-Achtung in ihren Vorträgen zum Thema “Tod in Vertrauter Umgebung” auseinander. Es geht um “wie hier in Freiburg geschlachtet wird” und “wieso es die Politik es nicht auf die Reihe bekommt, dass man OHNE STRESS auf dem Hof schlachten darf.

Moriz Vohrer
Landwirt, Cowfunding Freiburg Gründer, Umweltwissenschaftler
Moriz war bereits während des Studiums der Forst- und Umweltwissenschaften im Bereich der Entwicklungshilfe tätig. 2016 hat als Quereinsteiger den Hof seiner Eltern auf dem Schauinsland übernommen. Er hält dort Heidschnucken zusammen mit seinem Nachbarn Jochen und hat, um einen besseren Preis für die kleinen Landwirte im Schwarzwald mitzubestimmen, die Plattform www.Cowfunding-Freiburg.de ins Leben gerufen. Hier können Freiburger ihr Fleisch direkt von den Landwirten beziehen.

Thomas Mayer
Landwirt, Mitbegründer der IG Schlachtung mit Achtung
“Wir möchten erreichen, dass auf Seiten der Landwirte und auch auf Seiten der Verbraucher ein Umdenken stattfindet. Das Lebensmittel Fleisch bedarf mehr Wertschätzung und ebenso das Lebewesen, das dahinter steht“ (© copyright 2015 IG Schlachtung mit Achtung).

Die Idee hinter Cowfunding besteht darin, dass lokale Landwirte ihre Tiere den Kunden über eine Plattform vorstellen. Jeder Käufer kann sich ein bestimmtes Tier auswählen und wird sobald das Tier zu 100% verkauft ist mit frischem Weidefleisch beliefert. Dies wirkt der Stadt-Land-Entfremdung entgegen und fördert die regionale Landwirtschaft. Dabei wird besonders auf die ökologische Qualität und Transparenz geachtet. Alle Informationen zu den Höfen und Tieren können online eingesehen werden.
Cowfunding steht in Kontakt mit der Initiative Schlachtung mit Achtung. Diese möchte für „die Tiere einen Tod in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen, ohne Panik, ohne Angst, Strapazen und ohne Transport. Die Abläufe sollen für den interessierten Konsumenten nachvollziehbar sein. Die Herausforderung einer zukunftsträchtigen Landwirtschaft besteht darin in Kreisläufen und Netzwerken zu denken” (© copyright 2015 IG Schlachtung mit Achtung). Thomas Mayer und Sandra Kopf, Gründer der IG Schlachtung mit Achtung, befassen sich aus dieser Motivation heraus mit dem Tabuthema Schlachten. Zu einem artgerechten Leben gehört auch das Töten, was er in dem Vortrag zum Thema “Tierwohl, Schlachtung mit Achtung” genauer beleuchten wird.
Die Referierenden werden in ihrem Vortrag beide Initiativen beleuchten und Raum für Fragen, Diskussionen und Anmerkungen geben.

Links:

Home


https://www.schlachtung-mit-achtung.de/home/flyer/

 

 

 

 

Humus- und Nährstoffrückgewinnung aus menschlichen Ausscheidungen, mit Florian Aurel Augustin

 
Sonntag 12Uhr im Chemieraum 010 A der Gewerbeschule am Eschholzpark
 

Fruchtbarer Boden ist eine schwindende Ressource. Für die meisten Menschen, die heute in Städten leben, ist dies noch kein sichtbares, spürbares Problem. Synthetische Dünger und günstige Transportmöglichkeiten auf Kosten fossiler Energieträger sorgen noch dafür, dass unsere Supermärkte überquellen mit Lebensmitteln. Menschliche Auscheidungen in einen landwirtschaftlichen Kreislauf zu bringen, ist in der westlichen Kultur tabuisiert – doch geht es hierbei um unsere Existenzgrundlage: den Kreislauf von überlebensnotwendigen Nährstoffen und den Erhalt von Bodenfruchtbarkeit.

Seit nun einem Jahrhundert bringen wir Menschen Energie auf, um Nährstoffe künstlich Herzustellen oder aus Bergwerken zu extrahieren. Konsumieren und scheiden diese in eigenltich nutzbarer Form wieder aus. Bringen dann aber wieder enorme Enerige auf, um sie in Klärwerken zu vernichten.
Die Energie der Herstellung und der Entsorgung bräuchten wir nicht aufbringen, wenn wir den Spieß umdrehen und aus unseren Ausscheidungen eine Resource erschaffen – fruchtbaren Boden.

Florian Augustin ist mitgründer der Freiburger Firma Ö-Klo und beschäftigt sich seit 5 Jahren wissenschaftlich und praxisorientiert mit produktiven Sanitärsystemen. Der Vortrag beleuchtet die Problematik der heutigen Linearwirtschaft und präsentiert Alternativen, die auch während des gesamten Agrikultur Festivals hautnah auf den mobilen Ö-Klo Komposttoiletten erlebbar werden.

 

 

 

 

 

Vortrag und Verkostung “Leaf to Root” am Sa 18:00 AgriKultur Festival Eschholzpark Freiburg

Karottenkraut, Radieschenblatt, Melonenschale & Co. – Esther Kern, Co-Autorin vom Buch «Leaf to Root», gibt Einblick in die Welt vom Gemüse und zeigt, wie es von Blatt bis Wurzel verkocht wird. Sie erzählt, was Spitzenköche aus speziellen Gemüseteilen zubereiten, wie Bohnenblatt, Maisspindel oder Kürbistriebe in anderen Ländern traditionell gekocht werden oder wie man diese früher, in alten Kochbüchern, verwendete. Und: Natürlich wird das eine oder andere Gemüseteil verkostet. Der Vortrag von Esther Kern, Food-Journalistin und Autorin aus Zürich, inspiriert, Gemüse mit ganz neuen Augen zu betrachten.

Buchinfo: «Leaf to Root – Gemüse essen vom Blatt bis zur Wurzel», Esther Kern, Sylvan Müller, Pascal Haag, AT Verlag, 49.90 Euro, www.leaf-to-root.com, www.estherkern.ch

L’Atelier Paysan – Landwirtschaftliche Technologie in Bauernhand

Samstag, 22 Juli auf dem Agrikulturfestival im Escholzpark mit Stand, 19 Uhr beim Vortrag “Technik für Agrarökologie”
L'Atelier Paysan“L’Atelier Paysan” ist ein Kollektiv von Bauern und Bäuerinnen, LandarbeiterInnen und Strukturen der landwirtschaftlichen Entwicklung.
Die Idee ist es, die Kontrolle über landwirtschaftliche Technologie und bäuerliches Know-How wieder zu erlangen, um zugängliche, angepasste und reproduzierbare Geräte für die Bio-Landwirtschaft zu entwickeln.
Konkret: Sie besuchen innovative Höfe und sprechen mit PraktikerInnen die sich selbst Maschinen bauen. Durch diesen Austausch und Schwarmintelligenz werden Geräte weiter entwickelt und auch neu entworfen. Die exakten Pläne werden dann durch Workshops und Publikationen mit einer Creative Commons* Lizens (frei kopierbar und veränderbar) verbreitet.
Für diese Initiative, sind bäuerliche Fähigkeiten und Kenntnisse ein Gemeingut. Durch ihre Arbeit fördert das Kollektiv die Entstehung von vielen bäuerlichen Projekten mit geringen Investitionskosten und autonomer Technologie.

Workshop mit 3 Mitgliedern von L’Atelier Paysan.

Neuer Report: Access to Land and Community Supported Agriculture

Ein neuer Report wurde gerade veröffentlicht: Access to Land and Community Supported Agriculture, er beleuchtet (auf Englisch) die Bedeutung von Land und Landzugang für solidarische Landwirtschaft, die Herausforderungen und Lösungs-Wege.

http://www.accesstoland.eu/Access-to-land-and-Community-Supported-Agriculture

Was ist solidarische Landwirtschaft? Was tut sich diesbezüglich in Europa? Dazu lohnt ein Blick in den “European Community Supported Agriculture Overview” – kann hier herunter geladen werden: http://www.agronauten.net/european-csa-overview/